SV Romonta 90 Stedten e.V.

Relegation um Klassenerhalt

Dörte Liebetanz, 18.06.2015

Relegation um Klassenerhalt

Zuerst auswärts und dann im Rückspiel daheim - auf der großen Fußballbühne wird diese Konstellation in der KO-Phase der internationalen Turniere meistens als Vorteil angesehen. Auswärts im Hinspiel die Null halten und auf ein Tor hoffen um dann im Rückspiel die besseren Karten und weniger Druck zu haben. Ob das allerdings so auch für die Relegation um den Klassenerhalt in der Landesliga gilt, müssen Aschersleben und Stedten am Freitagabend und am Sonntagnachmittag in den zwei wichtigsten Spielen des Jahres beweisen.

"Solche Spiele sind anders, das kennt man so nur aus dem Fernsehen", sagt Uwe Zorn. Der Trainer von Romonta Stedten sieht es ebenfalls als kleinen Vorteil an, am Freitagabend erst auswärts in Aschersleben ran zu dürfen. "Ein Auswärtstor erzielen und dann im Rückspiel kontern", spricht Zorn über die vermeintlich perfekte Szenerie. In Aschersleben war man aus diesem Grund auch irritiert, dass die Vergabe des Heimrechts intransparent geschehen sein soll. Die plausible Erklärung ist jedoch, dass Lok über eine ausreichend starke Flutlichtanlage verfügt und der Landesverband die Spiele am Freitag und Sonntag so schnell wie möglich über die Bühne bringen möchte.

Während in Aschersleben am Mittwoch das letzte Mal trainiert wurde, bittet Uwe Zorn die Stedtener am Donnerstag noch einmal zu einer lockeren Einheit. Die Mannschaft noch einmal einschwören auf die Aufgabe am Freitag. "Die Zuversicht überwiegt, nachdem man diese zusätzliche Chance bekommen hat", so Zorn. 

Interessant ist die Konstellation, dass Ascherslebens Trainer Henri Trautmann in dieser Saison bereits einmal gegen Stedten gespielt hat. In der Hinrunde war er mit Askania Bernburg II mit 5:0 erfolgreich, zu den Torschützen gehörten unter anderem Pusch und Herrmann. Die trafen damals und wechselten in der Winterpause gemeinsam mit ihrem Trainer nach Aschersleben. Ob sie dieses Erfolgserlebnis im Lok-Trikot wiederholen können?

In einem sind sich beide Trainer einig: Das Chaos dieser Saison hat es so noch nicht gegeben. "Warum spielen wir dann überhaupt noch Fußball", fragt etwa Uwe Zorn angesichts der zahlreichen Aufstiegsverweigerungen oder freiwilliger Rückzüge. Auch wenn es seinem Team letztlich geholfen hat, kann er über diese Saison nur den Kopf schütteln. Auch die Informationspolitik des Verbandes war in den Augen der beiden Trainer verbesserungswürdig. "Auch wenn es natürlich nicht verbindlich war, haben wir uns dank der FuPa-Berichte immer auf dem laufenden Stand gefühlt", sagt Zorn.

Natürlich berichtet FuPa Sachsen-Anhalt live und ausführlich über diese beiden Partien. Am Freitagabend geht es 19 Uhr los. Das Rückspiel folgt am Sonntag um 14 Uhr in Stedten.


Quelle:Fupa.net


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