SV Romonta 90 Stedten e.V.

Wurde Stedtens Opara rassistisch beleidigt?

Dörte Liebetanz, 30.08.2014

Wurde Stedtens Opara rassistisch beleidigt?

Stedtens Fußballer Goodnews Ozioma Opara soll beim Spiel gegen Volkstedt rassistisch beleidigt worden sein. Nun prüft der Landesverband die Angelegenheit

Ist Stedtens Fußballer Goodnews Ozioma Opara beim Kreisligaspiel in Volkstedt rassistisch beleidigt worden? „Ja“, sagt Stedtens Trainer Bernd Fumfak. Mehrfach sollen nach dem Feldverweis gegen den Nigerianer „Nigger“ sowie andere Schmährufe zu hören gewesen sein.

„Ich persönlich habe weder akustisch noch optisch etwas wahrgenommen“, erklärt dagegen Schiedsrichter Detlef Oestreich, der das Spiel leitete. Allerdings könne er nicht ausschließen, dass sich etwas derartiges außerhalb seines Wahrnehmungsbereiches ereignet habe. Rund 20 Minuten nach dem Spiel sei Stedtens Trainer, der auch ein Schiedsrichter ist, zu ihm in die Kabine gekommen und habe ihn aufgefordert, einen entsprechenden Eintrag im Spielberichtbogen vorzunehmen.

Wie es weitergeht? „Entsprechender unserer Richtlinien haben wir den Sonderbericht des Schiedsrichters innerhalb von 24 Stunden an den Landesverband weitergeleitet“, so Lothar Bornkessel, Präsident des Kreisfachverbandes Fußball Mansfeld-Südharz. Von dort gehe der Sachverhalt nach eingehender Prüfung weiter an das zuständige Sportgericht. Dazu werden auch die Stedtener noch einmal angehört werden. Für Bornkessel ist zunächst einmal der Schiedsrichter der erste Ansprechpartner. Und dieser habe ihm gegenüber versichert, nichts gehört und gesehen zu haben. Auch Bornkessel habe sich gewundert, dass die Stedtener so lange gebraucht haben, um den Schiedsrichter aufmerksam zu machen. „Wenn da was ist, da gehe ich doch gleich hin, und sage, der oder der war es und der oder der kann es bezeugen“, so Bornkessel dazu.

Dass es während des Spiels Schmährufe oder Beleidigungen gegeben habe, dass schließt Oestreich aus, auch wenn Fumfak behauptet, Opara sei bis zu seinem Feldverweis in der 85. Minute mehrfach von Spielern und Zuschauern beleidigt worden. An der roten Karte hätte es indes nichts zu deuteln gegeben. Und am Ende siegte Volkstedt mit einem 3:1.

„Ja, es war zum Schluss etwas hektisch“, räumt Andreas Koch, Vizepräsident von Merkur Volkstedt, ein. Die Stedtener Vorwürfe kann er aber nicht nachvollziehen. „Wir haben von dem, was behauptet wird, nichts mitbekommen. Als uns der Schiedsrichter dann auf die Vorwürfe aufmerksam gemacht hat, haben wir sofort nachgefragt, sind aber dadurch auch nicht weiter gekommen“, so Koch. Jetzt jedenfalls liegt die Angelegenheit beim Fußball-Landesverband mit offenem Ausgang. (mz)


Quelle:mz-web.de


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